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Gedankenwelt

Wie besinnlich

Seit anderthalb Wochen bin ich nun hier. Das Praktikum macht Spaß, ich hab nette Kollegen und ich werd's dort gut noch die kommenden sechs Wochen aushalten. Auch in Berlin lässt's sich gut aushalten. Es lässt sich aber momentan überall dort gut aushalten, wo nicht Hildesheim ist. Die Abwechslung ist schön. Andere Gedanken als nur die an Uni, Uni, Uni.. Allerdings bin ich gerade wenig produktiv, was Hausarbeiten angeht. Ich weiß aber, dass ich schon alles schaffen werd. Und selbst wenn nicht... Meine Güte! Das Hier und Jetzt zeigt mir, dass die verdammte Uni nicht ALLES im Leben ist. Und die Noten sind auch nicht alles. Das wird schon. Nimm's nicht so ernst - das ist nur ein verdammter Bachelor.






Oder?
20.2.13 21:04


Schritte

Die mündliche Prüfung liegt hinter mir. Ich bin mit mir nicht zufrieden, aber was soll's, es lief nicht schlecht, die Note scheint gut zu sein, ich kann einen Punkt von meiner Liste streichen. Und das ist tatsächlich etwas, worüber ich mich freuen kann, denn jetzt steht dem Samstag nicht mehr viel im Weg. Eine Ausstellungseröffnung noch, dann die Fahrt nach Berlin. Weg as Hildesheim, acht Wochen mal ganz etwas anderes in anderer Umgebung.

Hildesheim ist ja okay, ganz nett. Es ist übersichtlich, man verliert sich nicht, zumindest nicht aufgrund der Größe der "Großstadt", und man sieht oft bekannte Gesichter. Hier zu studieren war keine schlechte Wahl. Vielleicht sogar die derzeitig bestmögliche. Ich fühle mich auch nicht unwohl. Ich fahre gerne mit dem Rad zum abgelegeneren Campus. Heute Nachmittag war es besonders schön, wie Frühling. Vögel haben gezwitschert, der Wind blies mir ins Gesicht, die Sonne schien - es war schön! Ich dachte mir: DAS ist Leben. Nicht eine Note einer mündlichen Prüfung! Was heißt das schon?! Hey, das Leben ist hier! Überall! Um dich herum!

Warum nur engt diese Stadt mich so ein? Was ist das? Anfangs dachte ich, ich wäre richtig hier. Nun, vielleicht bin ich das. Aber nicht für immer. Drei Jahre Maximum. Ich will atmen können. Ich will mich im einen Moment verlieren können und im nächsten zuhause fühlen. [Ich will zu ihm.]

So gern wäre ich frei, stark, unabhängig, wäre ich eine freie, starke, unabhängige Frau. Aber ich fühl mich kaum so. Ich stecke mich selbst im Schubladen, in die ich gern passen möchte - frei? Ich hätte so gern jemanden, bei dem ich weinen kann, ohne mich dafür zu schämen. (Noch lieber möchte ich nicht weinen müssen. Niemand sollte weinen müssen.) Ja, ich möchte Sicherheit. Was nun?! Stark?! Ich fühle mich nur wohl, wenn ich von den richtigen Menschen umgeben bin, ich kann mein Glück nicht selbst generieren. Ich bin abhängig von so vielen und vielem. Ich kann wohl gar keine Karrierefrau sein..

Ich will nicht darüber nachdenken müssen. Ich will einfach leben.
Ich will mich nicht erklären müssen. Ich kann Durchschnitt sein, okay, aber ich will mich nicht wie Durchschnitt fühlen. [Ich wäre gern die einzige. Aber ich hätte auch gern ein Versprechen.] Ich würde gern mehr bieten, aber ich kann nur bieten, was ich hab. Wem reicht das? Finde ich einen Weg, der zu mir passt? Ab wann ist man erwachsen? Und was heißt das? Gibt es einen Punkt im Leben, an dem man zumindest genauso viele Antworten wie Fragen hat und nicht immer nur ... Fragen?


[Und was ist Liebe? Und wen interessiert das? Nur die, die sie (noch) nicht gefunden haben. Wer denkt denn sonst darüber nach? Das Wahre ist: Lieben. Nicht fragen, was das heißt.]
4.2.13 23:48


Ist das etwa Zuversicht, dieses Lächeln in deinem Gesicht?

„Ist’s nicht ein Traum? / Wir sind uns nah und ahnen uns doch kaum. / Sie sehen, daß ein Mantel schleift im Düstern, / Ich seh des weißen Sommerkleides Flimmer: / Ich bin ein Schatten nur, Sie nur ein Schimmer. / O wüßten Sie, was dies für mich bedeute!“
Wenn Cyrano de Bergerac ausholt, seine Liebe zu Roxane zu beschreiben, greift er nicht zu belanglosen Floskeln, er greift zu Poesie, kleidet seine Gefühle ein in die kostbarsten Worte, denn was aus ihm spricht, ist die Liebe selbst. Anhand meiner ausgewählten, meines Erachtens beispielhaften Sequenz für diese Liebe, die ich aus naheliegenden Gründen die Balkonszene nenne (ungeachtet dessen, dass sie sich eigentlich über drei Szenen erstreckt, da zwischendurch ein für unsere Belange irrelevanter Auftritt eines Kapuziners stattfindet), möchte ich dies untermauern und aufzeigen, dass diese Liebe eine wahre Liebe ist.



Der Anfang des Hauptteils meiner so weit fertigen Hausarbeit über das Wesen der Liebe im genannten Drama.

900 Wörter der zweiten Hausarbeit sind auch schon verfasst. Morgen muss ich anfangen mich auf die mündliche Prüfung am Montag vorzubereiten. (Was möglicherweise nichts wird, sodass ich erst am Freitag damit anfange.) Oder die Hausarbeit Nr. 2 über Städtetourismus und Stadtführungen weiterschreiben.
Ach. Eigentlich schreib ich ja wirklich gerne. Eigentlich schreib ich sogar Hausarbeiten relativ gerne, wenn ich mich erstmal eingelesen habe. (Nur das kostet halt immer Zeit. Und man liest ja leider auch oft viel zu viel und Sachen, von denen man im Nachheinein merkt, dass man sich die hätte sparen können. Verschenkte Zeit.) Aber an für sich.. Nur nicht solchen Stress machen. Es klappt ja und es geht ja eigentlich auch schnell. Was sind schon 3000 Wörter?

Wie sich alles umgekehrt hat.. In Schulzeiten waren 3000 Wörter viel. (Zumindest vor der Oberstufe.) Um kurz nach 6 Uhr aufzustehen war allerdings normal.
Um kurz nach 6 Uhr aufstehen.. Dass ich nicht lache.. Mein Körper ist mittlerweile anders konditioniert. Um 8 Uhr aufstehen zu müssen, reicht mir vollkommen. Um 9 Uhr kommt mir noch gelegener. (Gegen 10 Uhr will ich auch nichts sagen, aber dann wirke ich wie ein sehr, sehr fauler Student.. :D )


Noch anderthalb Wochen. Dann acht Wochen. 56 Nächte in seinem Bett. 56 Nächte ruhiger Schlaf. 56 Mal Aufwachen neben ihm. Gut.
29.1.13 21:57


Genug - oder knapp darunter.

Geht doch. Hausarbeit Nummer eins runtergeschrieben. Reflexion über Hausarbeit Nummer eins auch zu fast einem Drittel fertig. Immer noch genug auf dem Zettel, aber mir geht's schon viel besser als noch Dienstag. Fahles Licht am Ende des Semestertunnels.
In drei Wochen geht's schon nach Berlin! Berlin: gut. Praktikum: auch gut. Hoffentlich klappt das alles mit den ganzen Uni-Sachen, die ich nebenher noch erledigen muss.. Aber WENN alles klappt und ich im nächsten Semester dann noch eine Eingebung zu einem Bachelorarbeitsthema habe, DANN sollte meinem Bachelor in fünf Semestern nichts im Wege stehen. (Sofern ich nicht irgendwas Wichtiges übersehen habe in meiner Studienordnung..)
Und dann wäre ich in gut einem Jahr weg aus Hildesheim! Und dann! Was auch immer! Aber dann!

Er ist eifersüchtig. Und das schmeichtelt mir. Er hat gefragt, wie das eigentlich ist, wenn ich acht Wochen bei ihm bin. Worauf er sich freue. Ich hab's nicht verstanden. Es scheint so etwas zu werden wie eine feste Beziehung begrenzt auf acht Wochen? Ich versteh es noch immer nicht. Es ist mir auch ein bisschen egal. Ich weiß nur, dass ich sicher keine feste Freundin für begrenzte acht Wochen bin. Ich bin nur wieder beste Freundin + guter Sex für acht Wochen.. Ist das besser?
Vielleicht.
Er hat einmal festgelegt, dass das keine Liebe sei und darauf hab ich mich eingestellt. Auf eine undefinierte Mischform. Er darf das ganze jetzt nicht einfach beliebig zur Liebesgrenze erweitern, ohne diese jemals zu erreichen.

Irgendwann, irgendwann endet das. Auch wenn er mir da widerspricht. Ich sag, das könne schließlich nicht ewig funktionieren. Er sagt, doch, das geht schon. Du verdammter Liebesidealist! Ich bin es nicht, und du willst mir erzählen, du willst die Richtige nicht finden? Ich solle die einzige bleiben, die in seinem Bett liegt.
Was soll denn das?
Jetzt ist es okay, jetzt macht es Spaß. Aber irgendwann wird das vielleicht nicht mehr reichen.
19.1.13 00:50


Durchzudrehen

Ein bisschen Durchdrehen muss drin sein, sagte ich mir, als ich mit dem Rad über die Straße fuhr und da auf einmal dieses Bild in meinem Kopf auftauchte, auf dem ich ich mich blutend auf der Straße liegen sah, als hätte das nahende Auto mich erwischt. Ein bisschen Durchdrehen muss erlaubt sein.
Dieser Riss dort in meiner Wand. Das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Im Bett zu liegen und sich nicht bewegen zu können. Stundenlang wachzuliegen und mit den Gedanken zusammen in einer Zangsjacke zu stecken. Vor dem inneren Auge den eigenen Körper zermatscht auf den Bahngleisen liegen zu sehen. Den Schwangerschaftstest ein "positiv" anzeigen zu glauben. Den Zug zu verpassen. Zu verschlafen. Sich den Mord nicht nur vorzustellen, sondern ihn zu begehen. Die drei Worte auszusprechen und damit alles kaputtzumachen. Die Wahrheit zu sagen. Zu lügen. So zu tun als hätte man alles im Griff und abends den Haken in der Decke zu befestigen. Von alten Zeiten zu träumen, die einen schweißgebadet aufwachen lassen. Sich an etwas festklammern zu wollen. In Tränen ausbrechen zu wollen. So zu tun als hätte man alles im Griff. Die To-Do-Listen unendlich zu erweitern. Jemanden zu brauchen. Nicht anzurufen. Der Riss dort in meiner Wand. Sich vorzustellen, wie man mit X, Y oder Z Sex hat. Den eigenen Körper blutverschmiert im Graben liegen zu sehen. Bedeutungslosigkeit mit existenzieller Wichtigkeit zu verwechseln und andersherum. Zu lieben. Sich den Tod auszumalen. Den Tod zu romantisieren. Das Leben zu glorifizieren. Alles auf einmal zu wollen. Nichts wirklich zu wollen. Zuzusehen, wie der Riss in meiner Wand sich auftut und ich in ihm verschwinde.

Ein bisschen durchzudrehen - das ist doch nicht verboten, oder?




The Japanese Popstars -- Shells of Silver - MyVideo
15.1.13 23:53


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