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Im Kreisdenken anecken
Und da ist schon wieder Donnerstag. Allerhand passiert, so isgesamt auf der Welt; bei mir eigentlich nicht. Die Aufführungsanalyse steht, wenn auch auf wackligen Beinen und in Erwartung einer weiteren Überarbeitung. Die aber erst in ein, zwei oder drei Wochen. Bis dahin muss sie sich gedulden. Und bis dahin sollte auch schon die nächste Hausarbeit stehen, mit der ich noch nicht nennenswert angefangen habe. Ein bisschen was durchgelesen, aber ohne Erleuchtungen, geschweige denn dem Entschluss für ein Thema.. Dabei sollte ich dem Dozenten beizeiten wohl mal mitteilen, dass ich an für sich vorhabe, eine Hausarbeit zu diesem Seminar zu schreiben. :D Ich könnte auch mit der anderen Aufgabe beginnen, die ich bis zum Ende der Ferien noch machen muss. Aber auch dazu fehlt mir Anreiz und Idee.
Vorgestern habe ich einige Zeit alte Tagebücher durchblättert. Das hätte ich lassen sollen, es hat mich nicht gerade aufgemuntert. Nur sehr genervt. Was war das für ein Mensch, der das geschrieben hab? Derselbe, der auch jetzt schreibt? Ich möchte es gern leugnen, denn das, was ich gelesen habe, hat mir nicht gefallen. In keinster Weise. Nicht inhaltlich und nicht sprachlich. Einzig aufschlussreich und interessant war das, was erst vor ein paar Monaten zu Papier gebracht wurde. Ein Rückblick auf ungetrübte erste Eindrücke, noch bevor sie von Filtern verändert wurden. "Getrübt" wollte ich fast sagen, aber das wäre doch ein Paradoxon; Filter sollen nicht trüben, sondern klären.
Was tu ich eigentlich den ganzen Tag? Er beginnt, er zieht vorüber, er endet. Es ist eine eigenartige Stimmung. Das interpretiere ich vielleicht nur in den Tag hinein oder in mich oder in Interaktionen. Es ist möglicherweise gar nicht eigenartig, sondern alles gut und wie es sein soll oder muss. Verstehe nicht, wieso sich Dinge oft so seltsam anfühlen, ohne ersichtlichen Grund.
Da sind ein paar Sorgen, dass ich uninteressant werde. Es fühlt sich halt so an. Es fällt mir schwer, Interessantes zu entdecken. Es fällt mir schwer, Besonderes zu sehen, die Welt ist im Moment überdurchschnittlich grau und unterdurchschnittlich leuchtend. Möchte es wieder aufs Wetter schieben. Ist aber Sehnsucht, die sich nicht genauer fassen lassen will. Ist aber sicherlich und unter anderem auch Sehnsucht nach anderem Wetter. Vielleicht sogar Sehnsucht nach der Familie. Nach ein paar alten Sicherheiten und Gewohnheiten wie nach dem Gefühl, den Hund zu streicheln, mit der Schwester ein paar Worte zu wechseln, mit Schulfreunden zu lachen, sich zu erinnern.
Sich in Erinnerungen flüchten ist doch totaler Schwachsinn, wenn die Gegenwart gerade so gut ist! Wovor denn da flüchten? Ach, Verrückte, du denkst wieder zu viel!
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Letzte Einträge: Gedankenkarussell, Was Arbeit vielleicht ist und was dagegen Arbeit für jeden einzelnen bedeuten kann, Am Rande, Mittendurch, Diese Tage, Ein bisschen Gedankenalltag
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