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Sag mal.. Worum geht es hier eigentlich?

Ich hab mir gestern eine neue DVD gekauft und sie mir dann abends auch sogleich angesehen. "Hautnah - Closer" mit Jude Law, Clive Owen, Julia Roberts und Natalie Portman, also nur mit überdurchschnittlich schönen Schauspielern. Ich fand den Film sehr gut. Ich fand die Geschichte interessant und verwirrend und zum Teil erschien es mir so unrealistisch, dass ich fast schon wieder behaupten würde, es könne nahezu realistisch sein.
Alles in allem ein eher untypischer..Liebesfilm mit Charakteren, die zu unterschiedlichsten Extremen neigen, gar nicht einmal auf den ersten Blick, einfach..ich weiß auch nicht. Doch, hat mir jedenfalls gut gefallen, der Film.
Einige Dialoge waren auch wirklich gut.

Dan: "Wenn Sie sie lieben, lassen Sie sie los, damit sie wieder glücklich wird."
Larry: "Sie will nicht glücklich werden."
Dan: "Jeder will glücklich sein!"
Larry: "Depressive nicht. Die wollen betrübt sein, um die Depression zu bestätigen. Wären sie glücklich, könnten sie ja nicht mehr depressiv sein. Sie müssten aus ihrem Loch kriechen und leben, was einen deprimieren kann."
Dan: "Anna ist keine Depressive!"
Larry: "Ach nein?"
Dan: "Ich liebe sie!"
Larry: "Ich auch."
Dan: "Sie ist zu Ihnen bloß aus Mitleid zurückgekommen! Sie wissen nicht, wer sie ist! Sie lieben Sie wie ein Hund seinen Besitzer!"
Larry: "Und dafür liebt der Besitzer wiederum den Hund.."


Irgendwie hat mich das beeindruckt. Irgendwie haben mich die Personen und ihr Denken, ihr Handeln, ihre Entscheidungen beeindruckt. So egoistisch teilweise. Und so logisch. Es hat mich Dinge hinterfragen lassen, die ich für grundlegende Prinzipien hielt. Aber gibt es grundlegende Prinzipien? Worum geht es hier wirklich? Um uns selbst? Um Glück? Um Liebe? Um Wahrheit? Worum geht es wirklich? Und können wir das herausfinden oder steht uns unser eigenes Ego im Weg, das die Wahrheit gar nicht wahrhaben wollen würde, wenn wir daran wären, sie herauszufinden? Ist Wahrheit überhaupt relevant?
Ist Dan das, was wir unwillkürlich versuchen zu verkörpern und Larry das, was wir tatsächlich sind?

Anna: "Warum ist dir Sex so wichtig?"
Larry: "Weil ich ein scheiß Höhlenmensch bin!"


Worum geht es?

Anna: "Wieso hast du dich angezogen?"
Larry: "Weil ich denke, dass du mich gleich verlässt und da wollte ich nicht in Unterhosen dastehen. Ich hab in New York mit einer Frau geschlafen, einer Nutte. Es tut mir leid."
Anna: "Wieso erzählst du mir das?"
Larry: "Ich konnte dich nicht anlügen."
Anna: "Wieso?"
Larry: "Weil ich dich liebe?!"


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Morgen schreib ich eine Mathe-Klausur. Die letzte Stunde hab ich verpasst, weil ich im Krankenhaus war, davor die Stunde hab ich nichts verstanden, weil ich die drei Stunden davor verpasst hab, weil ich bei der Musical-Fahrt mit war. Tja, blöd gelaufen. Nun werd ich heute versuchen müssen, mir den ganzen Mist selbst beizubringen und das sieht sehr stark nach einem aussichtslosen Unterfangen aus. Und irgendwie kann ich mich nicht mal angemessen darüber ärgern. Es ist mir zu egal. Heute Nacht hab ich zwar einige Stunden deswegen schlaflos verbracht, aber insgesamt.. Sinnlose Fragen, wie "Was soll ich denn mit Vektorrechnung?". Warum gibt es nicht mehr Fächer, die für mein Leben relevanter sind? Warum ist überhaupt alles so, wie es ist?

Ich kann Sachen wie Mathe einfach nicht ernst nehmen, wenn mir so etwas durch den Kopf geht. Ich kann einfach nicht verstehen, wie mich Mathe im Leben weiterbringen soll, wenn ich die Beweggründe des menschlichen Handelns, meines Handelns, Denkens, Entscheidens nicht verstehen kann. Entscheiden.. Wie soll ich entscheiden, wenn ich nicht abwägen kann? Wenn ich nicht objektiv abwägen kann, weil ich mit meinem Gehirn nicht objektiv sein kann? Weil es nun mal mein Gehirn ist.

So viele Fragen, deren Beantwortung mir existenzieller erscheint als Vektorrechnung.
Selbst wenn mich die Antworten nicht weiterbrächten. Die Fragen sind trotzdem da. Sind einfach da und lassen mich wachliegen, zweifeln, hinterfragen, misstrauen.

Worum geht es hier eigentlich?
22.3.09 14:14
 


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