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Zeit hinter und vor mir

Schöne acht Wochen und schöne letzte Tage in Berlin liegen hinter mir. Nun bin ich wieder in Hildesheim.
Meine beiden Mitbewohnerinnen sind auch wieder da. Zurück aus Helsinki und zurück aus Bologna von ihren Auslandssemestern. Und ich zurück von einem super Praktikum. Es hat echt Spaß gemacht und ich hab eine Menge gelernt. Wunderbare zwei Monate. Bei ihm, mit ihm.
"Danke, dass ich so lange bei dir wohnen durfte."
"Danke, dass du so lange bei mir wohnen wolltest. Gerne bald wieder. Und dann noch länger und auf unbestimmte Zeit.. Wenn du magst."
Ich war erstaunt. Zusammenziehen. Das wäre schön. =) In einem Jahr vielleicht. Warum nicht?

Und plötzlich besteht kein Zweifel, dass es uns zusammen noch lange gibt. Es geht seit über einem Jahr, mit einem Hin und Her zwar, mit Auf und Ab, aber trotzdem durchgehend. Weil es sich eben doch so richtig anfühlt zusammen. Nicht, weil es immer perfekt ist. Aber weil es natürlich ist. Und wenn es nun mal passt - warum sollte es dann nicht weitergehen?

Und dann - irgendwo zwischen Schleswig, Hamburg, Hildesheim und Berlin - bin ich erwachsen geworden. Fühlte mich auf einmal erwachsen, nicht ausgewachsen, hoffentlich nie, aber so als wäre eine nächste Stufe erreicht, als hätte eine neue Etappe begonnen. Und ich fühlte mich nicht mehr allein. Selbst, wenn ich es nie war. Jetzt fühlt es sich auch nicht mehr so an als müsste ich jemals allein sein. Ein Begreifen. Ein Ergreifen. Mal zugreifen.
6.4.13 22:31


Mehr als nur...

Dieses könnte mein letztes "richtiges" Semester hier sein. Mein letztes mit Seminaren. Wenn alles klappt. (Ich bin optimistisch.) Dann würde ich im fünften nur noch die Bachelorarbeit schreiben. Wenn alles klappt. Wenn ich mir Zeit nehme, um mir Gedanken über ein Thema zu machen. Wenn ich einen Dozenten finde, der mich betreut. Wenn ich nicht trödle.
Ich habe das letzte Semester (relativ, einigermaßen) erfolgreich bestanden. (Drei Noten sind noch ausstehend, auf die ich wohl auch noch etwas warten werden muss.) Dann schaff ich auch dieses. Im Vergleich zum letzten, ist es wirklich entspannt. Und zu größten Teilen interessant.
Und wenn dann das Sommersemester um ist und die Semesterferien beginnen, werd ich meine letzten Modulabschlüsse machen. Werde nach Berlin fahren. Werde mit ihm verreisen. Darauf freu ich mich schon sehr. Mal wieder richtig Urlaub machen! Reisen!
Dann zieht er um. Dahin, wo er dann sein Masterstudium anfängt. Er hat gefragt, ob ich mitkomme. Zu ihm ziehe.
Bachelor geht vor. Der wird erst auf den Weg gebracht. Aber dann.. Ich könnte mir ein Praktikum bei ihm suchen. Oder irgendwas. Ich könnte schauen, was auf mich zukommt, auch was sich mir bietet. Ungern möchte ich mich nur nach ihm richten. Von ihm soll meine Zukunftsplanung nicht (allein) abhängen. Sonst würde es sowieso immer um ihn gehen, weil er mir zeitlich voraus ist. Nein. Ich möchte mich nicht hetzen lassen. Erst der Bachelor und dann - mal sehen. Bei ihm? Mit ihm? Gerne. Sehr gern. Aber ich fühle mich noch zu jung als dass ich mein Leben weiter als maximal ein Jahr in der Zukunft verplanen möchte. Woche für Woche, Monat für Monat, alles danach ist vage - und darf es auch noch sein. Wozu ist man jung? Doch nicht nur, um möglichst schnell alt zu werden!

Ich freue mich darauf. Ich freue mich auf die Zukunft - auf meine Zukunft. Mit Kultur. Mit ihm. Mit Herausforderungen. Mit Erfolgen. Und ich bin ein bisschen Stolz, dass die Angst endlich mal unterrepräsentiert ist und die Zuversicht überwiegt.
9.4.13 21:41


Von Innen generiertes Wachgehaltenwerden

Nachts wachliegen. Ich dachte, das gehöre der Vergangenheit an. Holt mich da etwa die Vergangenheit ein? Dummes Hirn. Hör doch auf, dich zu zermartern. Vor allem jetzt! Schalt doch mal auf Stand-by. Schlaf doch. Lass mich doch. Mach doch mal.
11.4.13 04:17


Schlafensrituale

Abends (in der Woche) sitze ich eigentlich immer vor dem Computer. (Das klingt erbärmlich.) Zwischendurch unterhalte ich mich auch mal mit meinen Mitbewohnerinnen, aber insgesamt.. Dann schau ich am Laptop halt Serien oder Filme oder Fernsehsendungen, nebenher wird ab und an mal gechattet, sich über Facebook amüsiert.. Wenn es gut läuft, öffne ich Word-Dokumente für die Uni nicht nur, sondern schreibe auch an ihnen weiter. Zu lesen gibt es natürlich auch gar nicht so wenig. Findet aber auch entweder am Loptop oder/und im Bett statt.
Dann werde ich entweder müde, ich langweile mich und das Bad ist frei oder die Uhr sagt mir, dass es Zeit wird. Also Zähneputzen, Abschminken, all das, was man so tut, bevor man sich schlafen legt. Bevor ich dann wirklich schlafe, schau ich mir oft noch vom Bett aus irgendwas an - ich bin mttlerweile zum Serienjunkie geworden. Nach spätestens einer halben Stunde schläfert es mich ein, ich mach den Laptop aus und schlafe. Einschlafen funktioniert also. Nervig ist es, wenn ich Stunden später aufwache. Und wach bleibe. Und wach liege. Meist fällt's mir erst gar nicht auf. Es ist so ein seltsamer Halbschlaf, in dem ich mich im Bett herumwälze und träume. Komisches Zeug. Irgendwann bin ich dann dem Wachsein näher als dem Schlafen. Ich denk mir, hey, schlaf einfach weiter. Ich denk mir - schon ein Fehler. Wenn das Denken begonnen hat, nimmt es so schnell kein Ende mehr. Beginnend mit "denk an was Schönes" über die schwachsinnige Aufforderung an mich selbst "denk an gar nichts" führt es unweigerlich zu so etwas wie "ist der Wecker auf die richtige Uhrzeit gestellt?" (ja, ist er!), "hab ich heute etwas erledigt, was ich abhaken kann?" (weigstens ein Protokoll vielleicht), "hab ich irgendwas vergessen zu erledigen, was für morgen wichtig ist?" zu "was muss ich noch machen?". Und da gibt es so vieles. Auf einmal könnte ich alles in Frage stellen. Mein Hirn listet mir alle Studienleistungen und Modulabschlüsse auf, die ich machen muss. (In den nächsten vier Monaten; nicht jetzt sofort auf der Stelle.) Ich überlege, was ich am Tag gegessen hab. Ich hab zugenommen. Ich hab zu viel gegessen. Hab ich die Pille genommen? Ja. Wie find ich den Anfang für den Praktikumsbericht? Was wäre eine gute Gliederung? Ich sollte Sport machen! Karo, du musst Sport machen! Wie spät ist es? Vier Uhr. In gut vier Stunden klingelt der Wecker. Noch alles gut. Einfach wieder einschlafen. Einschlafen. Einschlafen. Hätte ich doch das andere Seminar belegen sollen? Nein, Karo, es ist schon alles okay so. War er heute komisch zu mir oder bilde ich mir das ein? Hab ich irgendwas falsch gemacht? Nein, darüber nachzudenken ist falsch! Hör auf! Aber er hat mir nicht mehr geschrieben, die ganzen letzten Stunden. Was hat er gemacht? Verdammt - MACH DICH NICHT VERRÜCKT! Ich muss noch in die Bib. Ich muss den Praktikumsbericht schreiben. Am besten bis er kommt. Ich brauch nur nen Anfang, dann wird das schon. Warum hab ich für die Reflexion zur Ausstellung auch wieder nur eine 2,0 bekommen? Ich dachte, sie sei besser. Ich dachte, ich hätte das so gemacht, wie es erwartet wurde. Ich dachte, sie sei besser. Wieso hab ich's nicht anders gemacht? Hab ich echt nur wiederholt, was wir gemacht haben? Aber ich gab doch reflektiert! Oder? Oder nicht? Das tut dem Notenspiegel nicht gut. Ich dachte, ich könnte meine Leistungen richtig einschätzen. Fuck, nein, geht alles den Bach runter. Was soll das? Wieso lief's am Anfang und jetzt nicht mehr? Dabei mach ich doch gar nichts anders?! Aber irgendwas muss doch anders sein! Und wenn die kommenden Arbeiten auch scheiße werden? Hab ich jetzt schon falsche Ansätze? Vielleicht sollte ich die Hausarbeit bei einem anderen Dozenten, in einem anderen Seminar schreiben? Ich will doch nur fertig werden hier! Hildesheim macht mich fertig, ich will weg hier.. Höchstens noch ein Jahr, nicht mal, das geht doch. Aber ich darf auch nicht hektisch werden, sonst kommen wieder nr schlechte Leistungen dabei rum. Ich muss jetzt schlafen. Kann doch jetzt eh nichts ändern. Denk nicht an Uni. Denk nicht an ihn. Was mach ich denn falsch? Warum [...]

Und das Stunde um Stunde bis das Hirn kapituliert.
Wer kann dabei schon einschlafen?
12.4.13 21:52


Anfänge und Stirntattoos

Die ersten Studienleistungen sind auf den Weg gebracht, die ersten 400 Wörter des Praktikumsberichtes sind geschrieben. Es geht doch. Der kürzliche Wetterumschwung in Richtung Hochfrühling macht es schwerer schwarzzusehen. Ein gutes Gefühl. Die Nächte sind immer noch unterbrochen von ein paar Stunden des Wachliegens, aber bei Sonne am Tag ist es einfacher, die Zukunft positiv zu sehen bzw. das Positive statt des Negativen der Zukunft zu sehen. An dem meisten, worüber ich mir Sorgen mache, kann ich derzeit sowieso nichts ändern. Da braucht es einfach etwas Zeit, etwas Geduld, etwas (Selbst-)Vertrauen und dann noch ein Stück Fleiß - dann wird es schon werden. Ich sollte mir "EINS NACH DEM ANDEREN" in Spiegelschrift auf die Stirn tätowieren lassen, um mich zumindest beim Zähneputzen und Haarerichten immer wieder daran zu erinnern.

Nächste Woche Freitag kommt er nach Hildesheim! "Was will er denn in Hildesheim?", fragte meine Mitbewohnerin als ich ihr erfreut davon erzählte. Naja. Mich besuchen. Weil er mich vermisst, wie er sagt. Weil die zwei Monate, in denen wir zusammengewohnt haben, sehr schön waren. Und mir geht das Herz auf, wenn er mir das sagt.
16.4.13 23:21


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