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Anstoß

Was tust du gerade? Du sitzt an deinem Computer? Schon seit einiger Zeit? Klickst dich durch das Internet, checkst deine Mails, schindest Zeit? Auf einen Samstagabend? Ich mach dir einen Vorschlag. Du hörst dir gleich ein Lied an. Du drehst die Lautstärke auf. (So laut es eventuelle Nachbarn erlauben.) Du stellst dich in die Mitte des Raumes und konzentrierst dich nur auf die Musik. Mach die Augen zu. Fühl doch mal.
Tanz. Oder lass es sein. Leg dich auf den Boden und wipp mit den Zehen. Oder lass es sein. Bleib sitzen und lächle mal. Hoffentlich. Wie du willst. Oder mach die Musik aus, wenn sie dir nicht gefällt und mach etwas anderes an. Hör ein Lied, das du magst. Hör es auf Dauerschleife. Schalte ab.
Geh in dich. Horch mal. Es ist ganz leicht, in Eile zu leben, durch's Leben zu hetzen. Erlaub dir intensive Momente.

Ich möchte dir einen Anstoß geben. Lass dich anstoßen, von irgendetwas, irgendwem.


Oder vielleicht von diesem Lied.
2.2.13 22:36


Schritte

Die mündliche Prüfung liegt hinter mir. Ich bin mit mir nicht zufrieden, aber was soll's, es lief nicht schlecht, die Note scheint gut zu sein, ich kann einen Punkt von meiner Liste streichen. Und das ist tatsächlich etwas, worüber ich mich freuen kann, denn jetzt steht dem Samstag nicht mehr viel im Weg. Eine Ausstellungseröffnung noch, dann die Fahrt nach Berlin. Weg as Hildesheim, acht Wochen mal ganz etwas anderes in anderer Umgebung.

Hildesheim ist ja okay, ganz nett. Es ist übersichtlich, man verliert sich nicht, zumindest nicht aufgrund der Größe der "Großstadt", und man sieht oft bekannte Gesichter. Hier zu studieren war keine schlechte Wahl. Vielleicht sogar die derzeitig bestmögliche. Ich fühle mich auch nicht unwohl. Ich fahre gerne mit dem Rad zum abgelegeneren Campus. Heute Nachmittag war es besonders schön, wie Frühling. Vögel haben gezwitschert, der Wind blies mir ins Gesicht, die Sonne schien - es war schön! Ich dachte mir: DAS ist Leben. Nicht eine Note einer mündlichen Prüfung! Was heißt das schon?! Hey, das Leben ist hier! Überall! Um dich herum!

Warum nur engt diese Stadt mich so ein? Was ist das? Anfangs dachte ich, ich wäre richtig hier. Nun, vielleicht bin ich das. Aber nicht für immer. Drei Jahre Maximum. Ich will atmen können. Ich will mich im einen Moment verlieren können und im nächsten zuhause fühlen. [Ich will zu ihm.]

So gern wäre ich frei, stark, unabhängig, wäre ich eine freie, starke, unabhängige Frau. Aber ich fühl mich kaum so. Ich stecke mich selbst im Schubladen, in die ich gern passen möchte - frei? Ich hätte so gern jemanden, bei dem ich weinen kann, ohne mich dafür zu schämen. (Noch lieber möchte ich nicht weinen müssen. Niemand sollte weinen müssen.) Ja, ich möchte Sicherheit. Was nun?! Stark?! Ich fühle mich nur wohl, wenn ich von den richtigen Menschen umgeben bin, ich kann mein Glück nicht selbst generieren. Ich bin abhängig von so vielen und vielem. Ich kann wohl gar keine Karrierefrau sein..

Ich will nicht darüber nachdenken müssen. Ich will einfach leben.
Ich will mich nicht erklären müssen. Ich kann Durchschnitt sein, okay, aber ich will mich nicht wie Durchschnitt fühlen. [Ich wäre gern die einzige. Aber ich hätte auch gern ein Versprechen.] Ich würde gern mehr bieten, aber ich kann nur bieten, was ich hab. Wem reicht das? Finde ich einen Weg, der zu mir passt? Ab wann ist man erwachsen? Und was heißt das? Gibt es einen Punkt im Leben, an dem man zumindest genauso viele Antworten wie Fragen hat und nicht immer nur ... Fragen?


[Und was ist Liebe? Und wen interessiert das? Nur die, die sie (noch) nicht gefunden haben. Wer denkt denn sonst darüber nach? Das Wahre ist: Lieben. Nicht fragen, was das heißt.]
4.2.13 23:48


Was richtig und was falsch ist

Ausstellungseröffnung lief gut.

Mündliche Prüfung am Montag lief nicht gut.

Hausarbeitsrückmeldung bekommen: 2,0. Das ist nicht gut. Das ist hier wirklich alles andere als gut.

Ich bin enttäuscht von mir. Warum? Die falschen Themen? Ist es einfach zu viel? Aber es wird ja nicht weniger.. Die nächsten acht Wochen werden sicherlich auch schön, aber ebenso anstrengend. Praktikum und schreiben, schreiben, schreiben.. Und danach geht es direkt weiter. Gleichzeitig keine so guten Resonanzen zu dem, was ich bisher geschafft habe. Vor allem, weil das letzte Semester so überdurschnittlich gut ausfiel, ist es jetzt ein herber Rückschlag - auf den Boden der Tatsachen zurück.
Es sind "nur" Hausarbeiten. Es ist "nur" ein Bachelor. Aber es scheint ALLES zu sein, was ich bin. Es ist alles, was ich mache. Wenn ich darin nicht gut bin - worin dann? Ich will hier weg, aber dann? Was nehm ich hier mit, wenn ich es im Eilverfahren durchlaufe? Aber was macht es mit mir, wenn ich hier noch länger und länger bleibe? Oder geb ich ihm keine Chance? Ich kann gerade keinen Mehrwert für mich daraus ziehen. Mir fehlt das Gefühl, das für mich zu machen. Anstatt dessen mach ich alles nur noch für's Studium, weil..ja..warum?

Scheiße. Ich fing doch hier an, weil ich dachte, das sei ein Weg zum Glück. Und nun? Ich versuch mich vor mir selbst zu rechtfertigen. Ich versuch mir und anderen zu sagen, dass es gut, dass es das richtige ist. Aber wenn im falschen Moment jemand nachfragt, breche ich in Tränen aus. Was soll denn das? Ich will doch nur alles richtig machen. Und jetzt weiß ich immer weniger, was "das Richtige" (für mich) ist.
7.2.13 21:50


Wie besinnlich

Seit anderthalb Wochen bin ich nun hier. Das Praktikum macht Spaß, ich hab nette Kollegen und ich werd's dort gut noch die kommenden sechs Wochen aushalten. Auch in Berlin lässt's sich gut aushalten. Es lässt sich aber momentan überall dort gut aushalten, wo nicht Hildesheim ist. Die Abwechslung ist schön. Andere Gedanken als nur die an Uni, Uni, Uni.. Allerdings bin ich gerade wenig produktiv, was Hausarbeiten angeht. Ich weiß aber, dass ich schon alles schaffen werd. Und selbst wenn nicht... Meine Güte! Das Hier und Jetzt zeigt mir, dass die verdammte Uni nicht ALLES im Leben ist. Und die Noten sind auch nicht alles. Das wird schon. Nimm's nicht so ernst - das ist nur ein verdammter Bachelor.






Oder?
20.2.13 21:04





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