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Wenden und Drehen

Ich bin von Hessen nach Hamburg, von Hamburg nach Berlin, von Berlin nach Hamburg und von Hamburg nach Hildesheim zurückgekehrt. Die Ankunft in HI war die am wenigsten erfreuliche. Es gibt viel zu tun! Gut gefüllte fünf Wochen bis zu den Semesterferien, aber: nur fünf Wochen noch! Nach diesen fünf Wochen werde ich doch tatsächlich ein Praktikum in der Hauptstadt machen! Dadurch wird das Hausarbeitenschreiben nebenher nicht weniger ätzend, im Gegenteil, aber hey - acht Wochen Berlin! Acht Wochen Berlin und vor allem auch: acht Wochen nicht Hildesheim! :D

Gehässig möchte ich nicht klingen. Natürlich ist dieses Städtchen nicht das größte Übel und so kommt es hoffentlich auch nicht rüber. Hier zu sein hat viele gute Aspekte, mehr gute als schlechte. Steigerung gibt es definitiv noch, so vom Wohlfühl- bzw. Zuhausefühlgehalt, aber daran ist ja nichts Schlimmes. In absehbarer Zeit ist das Bachelorstudium schon herum (was ist schon ein Jahr oder höchstens anderthalb?) und dann suche ich mir eine neue Stadt. Es gibt ja so viele schöne, die ich gern noch entdecken möchte, viel mehr noch als nur Hamburg oder Berlin. Aber ja: Berlin ist schon reizvoll. Gerade jetzt hängt mein Herz sehr daran. Er ist da und ich bald auch wieder und ich verbinde schon jetzt so viele schöne Erinnerungen mit der Stadt und mit ihm in der Stadt. Ich werde immer weiter in seinen Freundeskreis integriert und was auch immer die alle nun wirklich von mir halten - ich bin keine Fremde mehr. Ich bin Karo. Nicht fremd.

Ihn hier kennengelernt zu haben, schon das reicht aus, um Hildesheim für mich als sehr lohnenswerte Erfahrung abzustempeln. Schon das. Plus eine unbestimmte Menge an Dingen mehr. Ohne das hier hätte ich nicht herausgefunden, dass das hier auf lange Sicht noch nicht ganz das richtige ist. Da geht noch mehr.

Wer es noch nicht mitbekommen hat: wir haben jetzt 2013! Vielleicht zum ersten Mal in meinem Jahreswechselerfahrungsschatz habe ich mich sofort daran gewöhnt. In meinem Kopf bin ich schon viel weiter. Ich weiß, wie die nächsten fünf Wochen aussehen (stressig!) und wo ich die acht Wochen darauf verbringen werde. Dann ist April und ich werde einen neuen Studenplan bauen müssen und eventuell bricht dann schon mein vorletztes Semester an. (Wenn das denn in diesem Semester alles so mit den Modulabschlüssen hinhaut, wie ich mir das grob gedacht hatte.. Und wenn die Dozenten entgegenkommend sind mit Prüfungsterminen. Vielleicht kann man das wegen des Praktikums irgendwie so drehen, dass ich mündliche Prüfungen erst nach den Ferien mache..)

Ich wünsche euch ein glückliches neues Jahr. Ein gutes, fröhliches mit schönen Erlebnissen, an die ihr euch noch lange gerne zurückerinnern mögt. Mit interessanten Menschen und neuen Bekanntschaften. Mit viel geschenktem Lächeln und positiven Wendungen. Geben wir diesem Jahr eine Chance, das beste Jahr unseres Lebens zu werden, weil jedes neue Jahr immer wieder das beste sein sollte. Ein Leben voller bester Jahre, das wäre doch schön.
6.1.13 21:08


Unaushaltbar

Liebe Menschen,

ich möchte ja ungern damit beginnen, hier mit "negativen Energien" um mich zu schießen, aber ich könnte direkt eine kleine Liste aufführen, was alles nicht zum Aushalten ist. (Was ich jetzt auch tun werde. Ab dem zweiten Absatz muss das erlaubt sein!)

Das Wetter ist nicht zum Aushalten! Es ist grau und nie richtig hell, egal zu welcher Tageszeit, außerdem nieselt es durchgängig! (Außer jetzt gerade. Jetzt, wo es mir wirklich nicht weniger egal sein könnte, was draußen vom Himmel fällt, sofern es mich morgen nicht auf meinem Radweg zur Uni beeinträchtigt.) So etwas Ekelhaftes! Ich fühle mich quasi dazu aufgefordert, ja geradezu gezwungen, möglichst viel Zeit im zu gemütlichen Bett zu verbringen! (So wie auch jetzt.)

Diese Hausarbeit, an der ich gerade schreibe, ist nicht zum Aushalten! Es ist mir peinlich, sie zu öffnen, sie zu lesen, sie zu schreiben. Es ist absolut unwissenschaftlich (, was diesem Dozenten vermutlich sogar egal ist) und irrelevant (, was dem Dozenten wahrscheinlich genauso egal ist). Ich hänge alles nur an schönen Zitaten auf (, von denen es mehr als reichlich im Cyrano gibt) und labere vor mich hin. (Dafür sind es schon über 1200 Wörter. :D) Ja, eigentlich müsste ich sagen, ich bin nicht zum Aushalten!
Ich kann über kaum etwas anderes sprechen als über Uni, weil mein Leben Uni ist und gar nichts anderes enthält. Entweder ich bin in der Uni oder ich bin zuhause und arbeite an etwas für die Uni. UNI. Was für ein blödes Wort!
(Dass ich mir gerade widerspreche, merke ich schon.. JETZT GERADE tu ich ganz offensichtlich nichts für die besagte Bildungsanstalt. Und während ich Serien gucke, hat das auch ziemlich wenig mit Uni zu tun. Ich muss also zurechtrücken, dass ich tatsächlich noch viel mehr Zeit für die XXX aufbringen könnte und sollte, weil ich könnte.)

Es ist aber auch wirklich nicht zum Aushalten, wie wenig Lust ich dazu habe! (Woran sicher auch das nicht auszuhaltende Wetter schuld ist!) Nicht auszuhalten, dass in meinem Zimmer schon wieder auf wundersame und nicht nachvollziehbare Weise in mehreren Ecken kleine, punktuelle Bomben explodiert sein müssen, die verschiedenste Dinge ausgespuckt haben! Auf meinem Schreibtischstuhl ist eine hochgegangen, die krümpelige Klamotten abgeworfen hat. (Das ist auch eine besonders tückische, denn sie scheint sich jeden Tag wieder zu regenerieren, um jeden Abend auf's Neue zu explodieren.) Aus meinem Rucksack ist eine herausgesprungen, die beim Hochgehen mit zwei Kugelschreibern, drei zerknüllten Taschentüchern, einer Plastikflasche, einer ekligen To-Do-Liste und einem Reclam-Heft (da ist er wieder, der gute Cyrano!) um sich geworfen hat! Dann gibt es noch die schmutzige-Socken-Bombe, die das-müsste-ich-mal-ins-Altpapier-werfen-Bombe, die das-ist-Müll-aber-der-Mülleimer-ist-gerade-so-weit-weg-Bombe, die leer-Bombe, die das-brauch-ich-ja-eh-morgen-wieder-Bombe, die da-muss-ich-erst-nochmal-gucken-ob's-schmutzig-ist-Bombe, die das-ist-definitiv-schmutzig-aber-der-Schmutzwäschesack-quillt-schon-über-Bombe, die Teebecher-Bombe (nur temporär! Mit dem Abwaschen bin ich eigentlich ziemlich konsequent!) und die Mist!-mir-ist-was-runtergefallen-aber-ich hab's-grad-echt-eilig-Bombe..... Ihr merkt: das ist ganz gefährliches Terrain hier! Landminen, wohin das Auge blickt!
(Oder ihr merkt: Karo muss wieder aufräumen!)

(Ihr merkt außerdem: die Hausarbeit muss gerade warten. Ich faules Stück.)

(Und ich merke wiederum: heute werde ich an keiner Hausarbeit mehr schreiben, wenn ich ehrlich mit mir bin. Aber sind wir mal ehrlich: morgen ist ja auch noch ein wunderbarer Tag mit allerätzendstem Wetter, der sich mindestens genauso gut, wenn nicht sogar noch viel besser dazu eignet, hausarbeiterisch aktiv zu werden! (Mit Motivation natürlich! Im Unterschied zu heute - keine Motivation und kaum eine halbe Seite.)

Gute Nacht an alle, die noch nicht schlafen. (Naja, denen, die schon schlafen natürlich auch. Wie auch immer..)
9.1.13 23:48


Zur Abwechslung

"Das Schwarze ist ambivalent in seinen Eigenschaften und Wirkungen. Wenn wir des Nachts allein durch Straßen gehen oder allein mit dem Auto durch dunkle Straßen fahren, schärfen sich unsere Sinne, und wenn wir zusammenzucken, weil wir meinen ein Knacken, Rascheln, Wispern hinter uns gehört zu haben, sind wir beunruhigt, vielleicht sogar beängstigt, denn wir sehen nichts außerhalb der Lichtkegel der Straßenlaternen oder Autoscheinwerfer, und können nur mutmaßen, was sich in der Dunkelheit, der geheimnisvollen Schwärze verbirgt. Gleichzeitig zieht es uns an, das Schwarz. Es ist Nervenkitzel, aufregend, es hat eine wundersame Tiefe, die wir nicht sofort oder gar nie durchdringen zu vermögen und die uns fasziniert, es stimuliert uns, ist sinnlich und verführerisch.
Schwarz betört uns und wir lassen uns vom Geheimnis des Schwarzen betören, denn es überfällt uns nicht taktlos in Hau-drauf-Manier, es umgarnt uns vielmehr diskret, geradezu intim. Deshalb eignet sich das Schwarz auch so hervorragend als Werbemittel, um uns galant auf die Seite des Werbeobjekts zu ziehen.
Wer Schwarz in der Werbung nutzt, will zumeist nicht nur für ein Konsumgut werben, sondern für ein Luxusgut. In der geheimnisvollen Atmosphäre, die das Schwarze schafft, will uns etwas ebenso Geheimnisvolles, Faszinierendes, Verführerisches, Elegantes, Starkes… kurz: etwas Besonderes präsentiert werden. Das Besondere, das wir alle in Besitz nehmen wollen, weil es uns, so scheint es uns doch unbewusst, als sein Besitzer genauso zu etwas Besonderem macht. Solche Luxusgüter, für die in dunkler Atmosphäre geworben wird, können Parfum sein und Designermode, aber auch Automobilhersteller oder sogar bestimmte Marken aus der Lebensmittelindustrie nutzen das Schwarz für sich. [...]"



Der Anfang einer Studienleistung. Ich finde sie eigentlich recht gelungen, dafür, dass mir das Seminar etwas peinlich ist. Es ist so ein typisches "Kuwi"-Seminar.

Meine Hausarbeit wartet immer noch auf mich. (Ich habe eben anderthalb Stunden an einer Hausaufgabe für das Blockseminar gesessen. Dabei ist morgen die letzte Sitzung! Studienleistung, Prüfungsleistung, alles erbracht - dass ich diese Hausaufgabe mache, ist tatsächlich pure... pures Interesse.)
Aber es ist noch nicht zu spät zum Hausarbeiten! Gerade mal 22 Uhr. Um 8 Uhr klingelt der Wecker. Mehr als 7 Stunden Schlaf sind sowieso völlig übertrieben! Also keine Ausrede, um nicht wenigstens nochmal das Word-Dokument zu öffnen und mir mein verdientes schlechtes Gewissen abzuholen.
11.1.13 21:59


Mir ist etwas aufgefallen.

In der Uni entstehen neue Freundschaften, neue Kontakte werden geknüpft, denn jeder ist anfangs neu. Die Karten wurden neu gemischt. Falls dir dein Image vorher nicht gefallen hat - nun hast du die Chance es zu ändern. (Vielleicht merkst du aber auch nur, dass dein Image nicht nur dein Image war, sondern die Wahrheit. Dann versuchst du vielleicht wie jemand anderes zu erscheinen, aber auf längere Sicht wird das nicht funktionieren. Über kurz oder lang wird die Wahrheit sich durchsetzen und du findest dich an einem Punkt wieder, der dir nur allzu bekannt ist. Was bleibt? Freunde dich mit der Wahrheit an! Sie hat ihren Zweck, ihre Berechtigung!)
Jemanden kennenzulernen fällt in Seminaren oder Vorlesungen nicht sehr schwer. Automatisch beginnt man Gespräche, sei es durch ein "Sitzt hier schon jemand?" oder durch ein "Was sind denn deine Fächer?". Ein wenig anders verhält es sich noch bei Blockseminaren, die von vornherein auf nur wenige, stark komprimierte Sitzungen ausgelegt sind. Dort lernst du auch Leute kennen, nur intensiver. Man hockt mehrere Stunden aufeinander, meist an zwei aufeinander folgenden Tagen und dann noch an mehreren Wochenenden im Semester. Spätestens nach der zweiten Block-Sitzung erkennt man dieselben Phänomene, die sich auch in den Standard-Seminaren einspielen, nur dauert es bei denen etwas länger.
Die inoffizielle Sitzordnung zum Beispiel. Jeder, der zum ersten Mal im Seminar erscheint, sucht sich einen Sitzplatz. Willkürlich? Wahrscheinlich nicht. Jeder hat Vorlieben. Nicht ganz vorn oder nicht ganz hinten oder nicht an der Seite.. Je nach dem, wo freie Plätze sind und wo man vielleicht schon jemanden kennt, setzt man sich und markiert damit mitunter schon (unbewusst?) diesen Platz.
Sitzt man also beim ersten Mal zufällig neben jemandem, mit dem man ein paar Worte wechselt, einmal zusammen lacht und sich während des Seminars einmal etwas zuflüstert, ist es beim nächsten Sitzungstermin schon nicht mehr so zufällig, wenn man wieder neben derselben Person landet. Das ein-, zwei-, dreimal und schon - ja, was dann? Man ist ja dadurch nicht gleich befreundet. Man hat sich kennengelernt, das vielleicht, man war sich sympathisch. Man saß im selben Blockseminar, zusammen mit 20 anderen, was noch immer die Ausnahme darstellt. Wir, die wir uns für dieses Bloclseminar entschieden haben, sind die Ausnahme, wir sind eine inoffizielle Gemeinschaft. Und du, neben dem/der ich saß, bist ein inoffizieller Begleiter, Kumpane, Kamerad. Aber sind wir deswegen Freunde? (Vielleicht würde Facebook uns hier eine kurze und prägnante Antwort bieten. Aber auf diese Art der Banalität will ich nicht hinaus.)

Wenn du jemanden gern hast, mit dem du dich während eines Blockseminars gut verstanden hast, bedeutet das fast nichts. Blockseminare scheinen fast etwas wie "Extremsituationen" zu sein. An drei Wochenenden freitags und samstags von 10 bis 18 Uhr aufeinander zu hocken - wenn man sich da nicht zerfleischt, ist es gut. Wenn man sich tatsächlich sympathisch ist, ist es besser. - Oder ist es purer Selbstschutz, um sich nicht zu zerfleischen?

Verzeiht mir Übertreibungen. Ein jeder wird verstehen, was ich meine.

Ich mag ihn.
Mit viel mehr als einem "Na und?" kann man das nicht kommentieren. Ich will es auch nicht aufbauschen. Ich mag ihn einfach und habe einige Gedanken schweifen lassen. Mich gefragt, wieviel ein gegenseitiges Mögen in einer Extremsituation (...) wert ist.
12.1.13 21:52


Durchzudrehen

Ein bisschen Durchdrehen muss drin sein, sagte ich mir, als ich mit dem Rad über die Straße fuhr und da auf einmal dieses Bild in meinem Kopf auftauchte, auf dem ich ich mich blutend auf der Straße liegen sah, als hätte das nahende Auto mich erwischt. Ein bisschen Durchdrehen muss erlaubt sein.
Dieser Riss dort in meiner Wand. Das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Im Bett zu liegen und sich nicht bewegen zu können. Stundenlang wachzuliegen und mit den Gedanken zusammen in einer Zangsjacke zu stecken. Vor dem inneren Auge den eigenen Körper zermatscht auf den Bahngleisen liegen zu sehen. Den Schwangerschaftstest ein "positiv" anzeigen zu glauben. Den Zug zu verpassen. Zu verschlafen. Sich den Mord nicht nur vorzustellen, sondern ihn zu begehen. Die drei Worte auszusprechen und damit alles kaputtzumachen. Die Wahrheit zu sagen. Zu lügen. So zu tun als hätte man alles im Griff und abends den Haken in der Decke zu befestigen. Von alten Zeiten zu träumen, die einen schweißgebadet aufwachen lassen. Sich an etwas festklammern zu wollen. In Tränen ausbrechen zu wollen. So zu tun als hätte man alles im Griff. Die To-Do-Listen unendlich zu erweitern. Jemanden zu brauchen. Nicht anzurufen. Der Riss dort in meiner Wand. Sich vorzustellen, wie man mit X, Y oder Z Sex hat. Den eigenen Körper blutverschmiert im Graben liegen zu sehen. Bedeutungslosigkeit mit existenzieller Wichtigkeit zu verwechseln und andersherum. Zu lieben. Sich den Tod auszumalen. Den Tod zu romantisieren. Das Leben zu glorifizieren. Alles auf einmal zu wollen. Nichts wirklich zu wollen. Zuzusehen, wie der Riss in meiner Wand sich auftut und ich in ihm verschwinde.

Ein bisschen durchzudrehen - das ist doch nicht verboten, oder?




The Japanese Popstars -- Shells of Silver - MyVideo
15.1.13 23:53


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