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Kopflistenbearbeitung

Sonntag. Als ich vor anderthalb Stunden nach dem Aufwachen mein Fenster geschlossen habe, flogen Schneeflocken daran vorbei. Ich weiß ja, dass Winter ist (und zudem heute der erste Advent, na sowas), aber deshalb gleich Schnee?
Aber gut. Meinetwegen. Ich kann ja nunmal wenig dagegen ausrichten.

Freitag und Samstag waren wieder Blockseminartage und deshalb relativ ermüdend auf die Dauer von jeweils 8 Stunden. Dennoch interessant, obwohl auch in 8 Stunden nie alles so ausführlich besprochen werden kann, wie man es sich von manchen angerissenen Themen wünschen würde. Aber "dafür bräuchte es ein Extra-Seminar!" Aber ein paar (vielleicht auch zunächst oberflächliche) Grundlagen sind ja nicht schlecht. (Auch wenn diese mir leider eher zeigen, dass ich wahrscheinlich keine Drehbuchautorin werde. Und vielleicht auch nie sonstige Geschichtenerzählerin, wenn die Geschichte etwas Tiefe und vor allem Umfang haben soll.)

Heute hab ich jedenfalls frei. Ich hoffe, ich komme mit einigen Dingen voran, zum Beispiel mit der Weihnachtsgeschenkebeschaffungsplanung bzw. -ideensammlung und mit der Praktikumsrecherche und ich muss mich auch noch über Museen in Berlin informieren, die nicht traditionelle Museen sind, sondern solche, in denen man (im weitesten Sinne) Exponate der Popkultur findet. An für sich hatte ich auch schon mit der ersten Hausarbeit anfangen wollen. An für sich ist es immer so einfach zu planen etwas zu tun und allein dieses Es-sich-Vornehmen verleitet mich dazu zu denken, dass es zu einem Drittel schon erledigt ist. Wie dämlich. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Erst mit dem Vornehmen erscheint der neue Punkt auf der To-Do-Liste in meinem Kopf. Und je voller die wird, desto unübersichtlicher wird sie auch. Und je unübersichtlicher es in meinem Kopf wird, desto angsteinflößender wird der Gedanke, das Chaos in Angriff zu nehmen. Noch dämlicher.
Vielleicht würde es manchmal helfen, sich nur ein oder zwei Sachen zur Zeit vorzunehmen und nicht erst lange Zeit zu versuchen den Kopf ganz leer zu halten und dann plötzlich alles auf einmal zu erledigen wollen. (Aber wer kauft schon im August Weihnachtsgeschenke?? Na gut, es wird diese Leute geben. Aber ich gehör nicht dazu. Und Lust hätte ich im August noch viel weniger.)
(Vielleicht würde es auch helfen, zunächst mal die kleinsten Punkte der Liste abzuarbeiten. Mein Zimmer aufräumen zum Beispiel. Das Bad mal wieder gründlich putzen. Das sind schließlich schon einen halben Tag füllende Aufgaben.)

Habt einen schönen Adventseinstieg. Nährt eure Weihnachtsstimmung, denn eigentlich kann sie ja auch sehr schön sein, diese Vorweihnachtszeit.
2.12.12 11:39


Gewünscht

Eigentlich bin ich gut in der Zeit. Ich habe die meisten Studienleistungen erbracht, ich habe zwei Hausarbeitsthemen abgesprochen, ich habe die ersten Weihnachtsgeschenke, ich habe nach Strom- und Gasanbietern recherchiert, zu denen wir wechseln können, um Geld zu sparen.
In zwei Monaten hätte ich mein Praktikum machen wollen. Ich zweifle daran, dass es noch was wird in den nächsten Ferien. Ich habe kein Glück dahingehend. Eine Absage nach der anderen. Kein Job, kein Praktikum. Wenig Optimismus.
Dabei fahre ich morgen nach Berlin. Das ist schön. Ich freu mich, er freut sich, es ist schön. Nur jetzt gerade bin ich leer. Und irgendwie müde.

Ich sollte heute noch irgendwohin belanglose Bewerbungen schicken. Ab morgen, wenn ich im Zug sitze, will ich den Kopf frei haben, wenigstens bis Sonntag. Von Donnerstagabend bis Sonntag fast nicht an Uni denken, abschalten. Mich daran erinnern, dass mein Leben nicht kongruent zur Uni ist. Mein Leben darf auch noch mehr beinhalten. Drei Tage Mehr vertreiben hoffentlich auch die Kopfschmerzen.

Aktueller Hirnstreik. Los, Bewerbungen, los! Müde. Bewerbungen. Kopfschmerzen. Müde. Und so lustlos. Hallo, ich möchte einmal was umtauschen. Ich hab hier diese gescheiterte Selbstmotivation, die auch noch dazu neigt, eklige Selbstbemitleidung anzulocken. Anstattdessen hätte ich allerdings lieber das da, das sieht hübsch aus, was ist das? Ja, das glänzende da. "Selbstvertrauen" nennen Sie das? Ja, gut, nehm ich. Vielleicht nehm ich sogar diese Aktionsangebot wahr und gönn mir noch ein bisschen vom Optimismus und der Energie. Brauchen Sie nicht als Geschenk verpacken. Danke.
5.12.12 18:36


Tage im Schwindel

Berlin: es war schön. Ich hatte so viel Spaß, ich hab mich so wohl gefühlt, es war so schön. Ich fuhr hier am Donnerstag um halb acht los (ICE! Yeah!) und war dann irgendwann vor 22 Uhr in Berlin. Er hat mich vom Hauptbahnhof abgeholt und es hat sich so gut angefühlt ihn wiederzusehen. Es fühlt sich immer gut an ihn wiederzusehen.
Am Freitag musste er arbeiten und ich hab einen ziemlich faulen Tag verbracht. Eigentlich hätte ich nochmal etwas Berliner Stadtleben mitnehmen wollen, aber draußen war's so kalt und drinnen so warm und deshalb hab ich nur Fernsehen geguckt (das hatte selbstverständlich einen kulturwissenschaftlichen Hintergrund! Ich muss mich schließlich auch in Sachen triviale Fernsehkultur auf dem Laufenden halten - und "Shopping Queen" auf VOX kannte ich noch gar nicht.. ;D) und gewartet bis es 20 Uhr war und er von der Arbeit kam. (Hab ich das mal erzählt? Er macht gerade ein Praktikum bei so einem Gaming Unternehmen.) Dann kamen: ein Kumpel von ihm und dessen neue Freundin (die Caro heißt; das verwirrt) und seine Ex-Freundin und ihr neuer Freund, mit dem er sich echt gut versteht. Mit ihr auch noch offensichtlich. (Er hat mich vorher angerufen und gefragt, ob das okay für mich ist, wenn seine Ex kommt. Das fand ich ziemlich süß. Ich mein: er ist schließlich nicht "mein Freund", nur irgendwas anderes, irgendwas ähnlich anderes.. Nein, ich hatte nichts dagegen.) Ich dachte erst, es würde womöglich seltsam werden. Ein "Pärchen-Abend" oder einer, der als solcher anmutet. Aber es war lustig, alles echt coole Leute, unabhängig davon, wer mal mit wem usw...

Am Samstag kam abends auch ein Kumpel von ihm. War auch ein lustiger Abend, obwohl die Gespräche doch sehr.. Ich hab mich eher rausgehalten. Der Freund hat Beziehungsprobleme mit einer Frau, die aber nicht seine Freundin, sondern die eines anderen Freundes ist, wobei ich mich die ganze Zeit gefragt hab, 1. was an dieser Frau so toll sein mag und 2. was sie an ihrem Freund findet, in Anbetracht dessen, wie die beiden über diesen geredet haben.. ABER GUT. Wie gesagt, in sowas mische ich mich eher nicht ein. Ich kenne all diese Personen nicht, da will, da kann ich aber auch nur schwer über die urteilen.

Am Sonntag lagen wir fast nur im Bett herum. Auch das war schön. Mit ihm ist auch Nichtstun schön. Party. Reden. Nichtstun. Geht alles. Am Abend waren wir kurz auf dem Weihnachtsmarkt (es war das übliche.. Ich finde ja, dass Weihnachtsmärkte in Hamburg schöner sind! Ein Punkt für Hamburg!), danach in einer Tapas-Bar und danach im Kino: Paranormal Activity 4! :D

Montag und Dienstag hatte ich die Exkursion mit einem Seminar. Wir haben Museen besucht, die weniger traditionell sind. Am Montag waren wir im Museum der Dinge (ganz nett.), im Schwulen Museum (wenn man sich für die Geschichte der Schwulenkultur (kann man das so sagen?) in Deutschland interessiert, ist es vielleicht interessant.. Ich fand's nicht so spannend) und im Computerspiele-Museum (mochte ich! War sehr partizipativ und deshalb nicht langweilig.). Um 18 Uhr waren wir durch alle drei durch, ich war noch einkaufen und um 20 Uhr haben er und ich gekocht und gegessen und miteinander geschlafen und Fernsehen geguckt und ich war schon wehmütig, weil ich wusste, dass wir uns nach dem Aufwachen voneinander verabschieden müssen. (Dabei: nicht für lang.)

Am Dienstag waren wir in kleinen Gruppen noch in ausgewählten Museen. Zum Beispiel in der Deutschen Kinemathek. Das hat mich interessiert, das was schön aufbereitet, deshalb mochte ich auch das sehr.

Um 19 Uhr bin ich dann in einen Bus gestiegen, irgendwann zwischen 22:30 und 23 Uhr kam ich in Hannover an und um halb 1 war ich dann ganz zuhause. Immer eigenartig, wieder anzukommen.

Deshalb war es eine noch kürzere Uni-Woche. Ein bisschen was geschafft. Einige Bewerbungen geschrieben und hoffentlich, hoffentlich fruchtet endlich eine.. Verdammt - ich brauch einen Praktikumsplatz!

Am Mittwoch habe ich mich meiner Mutter geschrieben (gechattet! Mit meiner Mutter! :D) und zum Schluss hieß es "Bis nächste Woche" - hö?! Verdammt, ja.. Nächste Woche Freitag werd ich hier abgeholt, es geht zu meiner Oma und am folgenden Montag ist "HEILIGABEND".. Ich war bis vor wenigen Tagen ganz stolz, dass ich mit der Geschenkebeschaffung schon begonnen habe, gestern hieß es im Radio "Sind Sie auch noch auf der Suche nach den letzten Weihnachtsgeschenken?". Den letzten?! Ich fing doch gerade erst an?!

Zeit. Tja.

Weihnachten bei den Großeltern, Silvester in Berlin! =) Keine Erwartungen diesmal, wirklich nicht! Es kommt nicht darauf an, dass Silvester ist, gar nicht, kein bisschen. Es kommt darauf an, dass ich bei ihm bin. Und das reicht total, damit es ein guter 31.12. wird. Genauso wie das Wochenende davor schon gut wird. Und wie das letzte Wochenende gut war. (Obwohl nicht alles "nach Plan" lief - na und?)

Das war die Zusammenfassung. Wer zwischendurch den Sender gewechselt hat, dem kann ich's nicht verübeln.
14.12.12 22:04


Eingespielt

Es ist dienstags, erstes Seminar vorbei, eine halbe Stunde Zeit. Einige gehen ins überfüllte Café, manche nach Hause, ich schon mal in den noch vollkommen leeren Seminarraum für meine folgende Veranstaltung. Es ist so ruhig. Es ist warm, auch ein bisschen stickig. Augen schließen und kurz wegträumen, kurz eingestehen, wie müde ich bin, kurz Luft holen, stickige Luft einatmen - ein Fenster öffnen. Noch während ich die Orange aus dem Rucksack hole und zu schälen beginne, kommt der zweite Vorlesungsbesucher herein. Er ist immer derjenige, der als zweites kommt. Er setzt sich immer an den Rand oder ganz nach vorn an die Seite. Niemanden stören. Er kommt mir einsam vor. Er sucht das Gespräch, erzählt gerne. Ich höre gern zu für die 20 Minuten Leerlauf. Es beginnt meist mit dem Wetter. Ziemlich kalt geworden, es nieselt draußen - ungemütlich. Oder mit den Busfahrplänen. Wissen Sie, wie die Busse fahren? (Nein, bin Radfahrerin.) Wie kann es sein, dass die Busse hier unten nur so unregelmäßig fahren? Für die Studenten könnten sie doch mal.. Er kenne da jemanden von der Stadt, den habe er ja längst mal..
Dann erzählt er von Opern. Damit kennt er sich aus. Ich mich nicht. Eigentlich bin ich auch kein großer Opernfan, aber ich höre gern Leuten zu, wie sie von etwas reden, was sie begeistert. Er verstehe diese und jene Inszenierung nicht, was sich der Regisseur gedacht habe.. Es gehe doch um die Musik! Ich stimme zu. Empfehle ihm ein anderes Seminar, vielleicht könne er dort mal als Gasthörer vorbeischauen im nächsten Semester. Er erzählt von jungen Operntalenten, die ich nicht kenne. Er verschenkt CDs, Extras aus irgendwelchen Zeitschriften. Er erzählt von seinem früheren Job und dass er mal Spanisch gelernt hat, noch früher. Er erzählt das und lächelt und ich erfreue mich daran. Er hat einen Sohn, der studiert hat. Er fragt mich, was ich später mal machen möchte. Ich werde leicht sarkastisch; ein Thema, auf das ich nicht entspannt reagieren kann. Oper. Er liebt die Oper.
Ich mag diesen älteren Herren. Irgendwie mag ich ihn, auch wenn er viel erzählt und im Seminar auf Fragen mit Gegenfragen antwortet, die zudem kaum etwas mit der Ursprungsfrage zu tun zu haben scheinen. Er schweift ab und erzählt, vielleicht einfach, weil er dies erzählen möchte. (Es würde mich als Dozent auf Dauer nerven.) Er käme mir einsam vor, aber ich weiß, dass er seit vielen Jahren verheiratet ist. Ob seine Frau ihn wohl in die Oper begleitet?

Jeden Dienstag. Nur 20 Minuten. Aber die sehr gern.
18.12.12 23:57





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